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Große und kleine Jahreszahlen in der Hjørring Kommune


 

Um 10000 v. Chr. wandern die ersten Menschen nach der letzten Eiszeit in dieses Gebiet ein. Dabei handelt es sich um Rentierjäger, und von ihnen hinterlassene Werkzeuge aus Feuerstein wurden an mehreren Stellen in der Kommune gefunden, u. a. bei Nørre Lyngby und Bjergby.

Um 5000 v. Chr. befinden sich am Ufer einer Lagune an Vendsyssels damaliger Nordküste vor Dvergetved bei Tolne Jagd- und Fischplätze der Steinzeitjäger. An einem dieser Plätze wurden Reste des ältesten Bootes aus Vendsyssel, ein ausgehöhlter Baumstamm, gefunden.

Um 4000 v. Chr. liegen die Anfänge der Landwirtschaft in Dänemark, was auch in Vendsyssel durch viele archäologische Funde aus den folgenden zwei Jahrtausenden zu belegen ist. Ein eindrucksvolles Zeugnis aus dieser Zeit, der Bauernsteinzeit, ist der Dolmen in Tornby, der nördlichste erhaltene Dolmen Dänemarks.

Um 1300 v. Chr. errichten die Bauern der Bronzezeit zahlreiche Grabhügel, oft hoch und markant im Gelände – das gilt auch für den „Ellevehøje“ bei Mosbjerg. Der Straßenname Femhøje (fünf Hügel) in Hjørring bezeugt, dass sich hier einst fünf Hügelgräber befanden. Das letzte von ihnen wurde 1938 ausgegraben; die Steinsetzungen von drei Gräbern sind heute noch an der Stelle zu sehen, während ein Bronzeschwert aus einem der Gräber im Historischen Museum Vendsyssel ausgestellt ist.

Um Christi Geburt kommt es zu einer umfassenden Besiedlung des Gebietes, was durch den Fund zahlreicher Siedlungsplätze und Gräber belegt ist. Einzelne aus Stein erbaute Grabkammern sind in Grünbereichen erhalten, u. a. acht Gräber auf der Rasenfläche südlich der Kapelle auf dem Friedhof von Hjørring.

 

1050-1536 Während des Mittelalters werden mehrere Kirchen in Vendsyssel gebaut; die ältesten aus Holz (Reste wurden unter der heutigen Sct. Olai Kirche in Hjørring gefunden), später aus Quadersteinen (u. a. die Kirchen Mosbjerg und Tornby) und die jüngsten aus Backsteinen (u. a. die Kirchen Asdal und Lendum).

1060 werden drei neue Bistümer im Norden Jütlands eingerichtet – in Århus, in Viborg und in Børglum.

1086 flieht König Knud, der später den Beinamen „der Heilige“ erhält, vom Königshof in Børglum durch Jütland bis nach Odense, wo er in der Sct. Albani Kirche getötet wird.

Um 1150 taucht der Name Hjørring erstmals auf, und zwar in der lateinischen Form „Heringa“. Er befindet sich auf einer Münze, die um 1150 von einem Münzmeister unter Svend Grathe geprägt wurde.

12. Jh. „Jorungr“ ist Hauptstadt von „Vendilsskagi“. Dies berichtet die Knytlinga Saga, die um 1280 niedergeschrieben wird.

12. Jh. Der Prämonstratenserorden etabliert sich in Børglum, das Hauptsitz des Ordens für die Klöster in Dänemark, Norwegen und Schweden wird.

1243 Am 31. März verleiht König Erik Plovpenning der Stadt Hjørring die ältesten bekannten Stadtrechte. Diese werden während der nächsten Jahrhunderte häufig erneuert.

1253/54 wird das Kloster Vrejlev, ein Nonnenkloster des Prämonstratenserordens, erstmals erwähnt, es ist jedoch vermutlich älter. 

     

 

 

 

Das 3.000 Jahre alte Bronzeschwert vom Grabhügel Femhøje in Hjørring.

 

1299 verkauft König Erik Menved 1/6 von Hjørring. Der König verfügte also früh über große Besitzungen in der Stadt, wie auch die Handschrift „Kong Valdemars Jordebog“ um das Jahr 1231 vermeldet.

1343 In Hjørring werden häufig „Sysseltings“ (Gemeindegerichte) abgehalten, so auch in diesem Jahr, in dem mehrere Geistliche, zwei Ritter und 19 Adelige als Zeugen geladen sind.

14. und 15. Jh. Es wird mit dem Bau zahlreicher Herrensitze begonnen, u. a. Tidemandsholm östlich von Tårs, Baggesvogn nordwestlich von Sindal, Skårupgård bei Tolne und Odden bei Mygdal.

1469 erfolgt die erste bekannte Verwendung des Stadtsiegels von Hjørring mit Sct. Catharina.

1519 wird Stygge Krumpen Bischof von Børglum und bleibt es bis zur Reformation 1536, als er wie die übrigen Bischöfe des Landes von König Christian III gefangen genommen wird.

1548 wird Hjørring erneut Bischofssitz, da sich der evangelisch-lutheranische Superintendent des Stiftes Vendelbo (bis 1554) in Hjørring niederlässt.

1558 erscheint eine holländische Lesekarte, in der u. a. Tonungen von Hirtshals und Lønstrup Klint mit Rubjerg Knude aufgenommen sind. Die Tonungen sind die ältesten bekannten Landschaftsbilder von Vendsyssel.

1585 arbeitet der Kartograph Marcus Jordan eine Karte von Dänemark aus – die erste ihrer Art. Darauf sind u. a. die Orte Hjørring, Kloster Børglum, Hirtshals und Odden zu finden.

1602 stirbt Niels Nielsen Rød aus Hjørring „mitsamt seinem Weibe und allen Kindern“ an der „großen Pest“, zusammen mit vielen anderen. Die Pest stellte eine starke Zäsur dar, und noch lange Zeit später benutzt man bei Jahresangaben die Formulierung „nach dem großen Tod“.

   

1627 Während des Dreißigjährigen Krieges wird Hjørring von Wallensteins deutschen Söldnern unter dem Befehl von Melchior von Hatzfeldt besetzt.

1642 Wegen „grober Unarten ... die allzumal in dieser Stadt … mit Saufgelagen, Glücksspiel, Fluchen ... von einem Haufen ruchloser Gesellen“ begangen werden, erlässt man eine Polizeiverordnung, die u. a. ein Schankverbot nach 21 Uhr vorsieht

1644 wird Hjørring erneut von feindlichen Truppen eingenommen. Die Stadt rüstet 30 Reiter für die Verteidigung dieses Landesteils aus, aber nur vier kehren zurück.

1646 liegt ein Vorschlag der königlichen Kommission vor, die verarmten Bürger von Hjørring in eine geplante Festungsstadt bei Hals umzusiedeln.

1672 werden alle in die Städte gebrachten Lebensmittel mit der sogenannten Konsumtion besteuert. Die Steuer wird bis 1850 erhoben.

1678 siedeln sich die ersten drei Bewohner in Løkken an, und im Laufe des 18. Jh. entsteht eine kleine Ortschaft, die von der Fischerei und vom Küstenschiffshandel lebt.

1698 wird zum ersten Mal Post zwischen Hjørring und Aalborg befördert, und die Stadt erhält ihre erste Poststelle.

1719 wird den Einwohnern von Hjørring die Anschaffung von Feuerlöscheimern auferlegt, und aus einem Verzeichnis geht hervor, dass es sich um 61 handeln solle. Diese Bestimmung zeugt vom unablässigen Kampf gegen Feuersbrünste, die alle paar Jahre ganze Stadtteile in Schutt und Asche legen.

     

 

 

 

 

 

Münze, geschlagen in Hjørring (Heringa) von einem Münzmeister während der Regentschaft von Svend Grathe um das Jahr 1150.

 

1778 lässt sich in Hjørring ein Distriktschirurg nieder, wodurch die ärmsten Bewohner erstmals unentgeltlich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen können.

1794 erhält die Gegend die erste Apotheke, die als „Løveapotek“ auch heute noch in Hjørring besteht.

1794 wird Hjørring Sitz der neuen Kreisverwaltung Hjørring Amt.

1802 wird in Hjørring ein richtiges Postamt eingerichtet, und Sendungen werden zu Pferde nach Aalborg befördert. Die Einrichtung entstand aus der Notwendigkeit, von der 1801 errichteten Amtsstube aus Geld zu versenden.

1802 Folgende Anzeige erscheint im Blatt „Jydske Efterretninger“ vom 9.3.: „Der Zimmermann Peder Pedersen in Hiøring ist gewillt, sein von ihm bewohntes Haus an der Kirche S. Olai an eine passende Handwerkerfamilie zu verkaufen. Das Haus besteht teilweise aus Mauern und Fachwerk sowie aus Lehmschlag und hat ein Strohdach…“. Erwähnt wird auch, dass ein guter Brunnen vorhanden sei.

1808 verunglückt die englische Fregatte „The Crescent“ vor der Mårup Kirche, und der größte Teil der Besatzung kommt dabei ums Leben. Ein Gemeinschaftsgrab befindet sich neben der Mårup Kirche.

1818 wird der Kirchendiener Martin Dietz aus Vrensted vor dem Gericht von Sæby zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt wegen „falschen Zeugnisses, Winkeladvokatentums, Verführung der Allgemeinheit zu lügenhaften Klagen…“1819 Um die Mittagszeit des 25. August bricht ein Feuer aus, das sich zu dem verheerendsten unter den zahlreichen Bränden in Hjørring entwickelt. 36 Höfe und Häuser werden Opfer der Flammen.

   

1822 „Am 22. Juli, morgens zwischen 6 und 7 Uhr, wurde der Hofbesitzer Thomas Thomasen Bisp ... nördlich der Stadt geköpft, der Körper lag auf einem Pfahl und der Kopf war auf eine Stange über den Körper gesteckt … das Dienstmädchen hatte ihn angestiftet, seine Frau zu vergiften...“ (Tagelbuch des Zollbeamten Morten). Es sollte die letzte Hinrichtung in Hjørring sein.

1822 wird das erste Krankenhaus in Hjørring eingerichtet, und zwar in einem zu diesem Zweck erworbenen, zweistöckigen Gebäude in der Nørregade (Købmand Riis Gård). 1832 wird es von einem Neubau in der Skolegade Nr. 6 abgelöst, während das Krankenhaus in seiner heutigen Stelle im Jahre 1891 errichtet wird.

1826 Entlang der Østergade in Hjørring werden erstmals Bäume gepflanzt, die seither das Erscheinungsbild der Hauptstraße wesentlich prägen.

1827 wird im Zuge der städtischen Trinkwasserversorgung ein Springbrunnen am Platz Springvandspladsen angelegt.

1830 erhält A.F. Heidemann, der nach der Trennung Norwegens von Dänemark 1814 aus Norwegen hierher gekommen war, die königliche Erlaubnis, eine Eisengießerei in Hjørring zu bauen und zu betreiben, wobei es sich um die erste außerhalb von Kopenhagen handelt.

1834 wird das neue Rathaus von Hjørring am Marktplatz festlich eingeweiht, und für das Bürgertum findet anschließend ein Ball statt.

1842 erscheint die erste Zeitung in Hjørring, „Den jydske Borger og Bondeven“, der 1843 eine weitere folgt, „Hjørring Amtstidende“.

     

 

 

 

 
Der abgeschlagene Kopf von Thomas Bisp und der Nagel, mit dem er an einer Stange befestigt war.
Skelett und Schädel wurden 1900 wieder entdeckt und sind heute im Vendsyssel Historiske Museum zu sehen.

 

1842 „wird der Stadt das Glück zuteil, von Seiner Majestät König Christian VIII, der von Schagen kam, besucht zu werden. Der Zug bewegt sich die Østergade entlang durch eine schön geschmückte Ehrenpforte und wird von einer großen Menschenmenge mit Hurra-Rufen begrüßt. Am Abend wird … die Stadt illuminiert und die Majestät … wird mit einem Begrüßungslied empfangen …“ (Tagelbuch des Zollbeamten Morten).

1843 schenkt König Christian VIII der Stadt Hjørring ein bepflanztes Areal am südwestlichen Stadtrand. Es war ursprünglich eine Baumschule, die 1821 vom Staat angelegt wurde und als Park den Namen Christiansgave erhielt.

1843 eröffnet Thomas Pedersen, genannt Thomas der Schmied, eine Eisengießerei – die spätere „T.C. Nielsens Jernstøberi“ und noch spätere „Brüels Maskinfabrik“.

1844 wird als erstes Geldinstitut der Gegend die „Sparekassen for Hjørring By og Omegn“ gegründet.

1845 beginnen die Arbeiten zum Bau einer Chaussee zwischen Aalborg und Hjørring.

1846 Eine Anzeige in der „Hjørring Amtstidende“ vom 25.4. hat folgenden Wortlaut: „Die Unterzeichnete, die sich nur kurze Zeit in der Stadt aufhält, hat mitzuteilen, dass Unterricht im Anfertigen aller Arten von Wachsblumen und -früchten stattfindet. Franciska Sasse“.

1846 Eine Anzeige in der „Hjørring Amtstidende“ vom 25.4. hat folgenden Wortlaut: „Daguerrotypie-Atelier. Der Unterzeichnete empfiehlt sich dem verehrten Publikum, Portraits aufzunehmen. Diese werden täglich in einem eigens dafür eingerichteten Glashaus auf dem Hof des Gastgebers, Herrn Rye in der Nørregade angefertigt … Der Aufenthalt in der Stadt währt nur 10 bis 12 Tage. L. Sasse, Professor“. Es ist das erste Mal, dass ein Fotograf Hjørring besucht.

1848 wird Hjørring mit der Zahlung einer Kriegssteuer in Höhe von 558 Reichstalern veranlagt.

1848 An die Soldaten an der Front in Schleswig-Holstein werden von Hjørring aus 149 Paar Strümpfe und 174 Paar Socken verschickt.

1848 Hjørring befindet sich im Alarmzustand, weil das Gerücht umgeht, die in Rendsburg entflohenen Sklaven (Strafgefangene) könnten hier auftauchen – es handelt sich um den sogenannten „Sklavenkrieg“.

 

 

1852 wird das dänische Rettungswesen per Gesetz gegründet, und in Lønstrup, Nørre Tornby und Blokhus werden Rettungsstationen eingerichtet. Bereits zwei Jahre zuvor hatte Løkken ein Rettungsboot und einen Raketenapparat erhalten.

1853 wird bei Tversted ein Gehölz angepflanzt, mit dem das Sandtreiben eingedämmt werden soll. 35 Jahre später entsteht das Dünengehölz Lilleheden Klitplantage, 1910 die Tornby Klitplantage. Die Gehölze spielen eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der Landwirtschaft in der Gegend.

1855 wird im Hotel du Nord in der Nørregade in Hjørring ein Theatersaal eingerichtet, und hier befindet sich das städtische Theater noch heute.

1855 Bei der am 1. Februar abgehaltenen Volkszählung beträgt die Einwohnerzahl von Hjørring 2.190, womit die Stadt seit der letzten Zählung 5 Jahre zuvor, bei der 1.914 Einwohner ermittelt wurden, kräftig gewachsen ist.

1855 findet die Gründungsversammlung der ersten eigentlichen Bank der Stadt statt, der „Laane- Spare- og Diskontobanken i Hjørring“, die später „Vendelbobank“ heißt und heute eine Filiale der „Jyske Bank“ ist.

1856 Vom 21. bis 24. April ist Joseph Liphardis Menagerie mit Löwen, Elefanten, Königsschlangen und Affenfamilien auf dem Platz Springvandspladsen in Hjørring zu bestaunen.

1857 wird die erste Telegrafenstation auf Betreiben der Kaufleute der Stadt eingerichtet.

1857 Eine Anzeige in der „Hjørring Amtstidende“ vom 17.12. hat folgenden Wortlaut: „Die Molkerei „Hjørring Præstegaards Mejeri“ mit 50 Kühen kann ab 1. Mai gepachtet werden…“

1862 Nach vier Tagen mühsamer Fahrt von Frederikshavn erreicht die Straßenlokomotive „Vendsyssel” Hjørring, wo Personen von Stand zu einer Probefahrt eingeladen sind. Bei dieser Tour fährt sich die Lokomotive hoffnungslos fest.

1862 wird neben der Ortschaft Lilleheden (Hirtshals), die nur aus wenigen Häusern besteht, ein Leuchtturm gebaut. Das Leuchtfeuer leuchtet erstmals 1863 und ist die erste Leuchtturmanlage in der Gegend. 38 Jahre später wird der Leuchtturm auf Rubjerg Knude errichtet.

     

 

 

 

 


Die älteste bekannte Darstellung von Hjørring stammt aus dem Jahre 1677 und sollte im sogenannten Reesens Atlas erscheinen. Hier ist ein Ausschnitt zu sehen.

 

1864 Nach der Schlacht bei Dybbøl (Düppeler Schanzen) wird Hjørring von preußischen Truppen besetzt – 821 Infanteristen mit 30 Pferden, 29 Artilleristen mit 16 Pferden und 94 Kavalleristen mit Pferden sowie eine Feldtelegrafeneinheit mit 14 Mann und 4 Pferdegespannen.

1867 beschreibt der Redakteur Camillo Bruun in seinem Werk „Dagbog under Sneen“ das Leben in Hjørring, das völlig unter Schneemassen begraben ist und lange keine Verbindung zur Außenwelt hat.

1871 werden die Vendsysselbahn von Aalborg über Hjørring nach Frederikshavn und der neue Bahnhof in Hjørring eingeweiht. Nun hat Hjørring endgültig Anschluss an „die große Welt“ gefunden, und eine starke wirtschaftliche Entwicklung in der Region, u. a. in Vrå und Sindal, nimmt ihren Anfang.

1873 erscheint erstmals die Zeitung „Vendsyssel Tidende“. Nun beginnt eine lange Zeit, in der sich das linksorientierte Blatt und die konservative „Amtstidende“ befehden.

1875 wird das Horne Missionshaus gebaut, das älteste seiner Art in Dänemark. Die große Gemeinde in Horne resultiert aus der Tatsache, dass Horne 1891 eine strenggläubige Hochschule erhält – die heutige Horne Ungdomsskole.

1877 wird Lønstrup von einer Naturkatastrophe getroffen. Ein anderthalbstündiger Wolkenbruch lässt den kleinen Bach, der durch den Ort fließt, so stark anschwellen, dass er die Brücke und 6 Häuser mit sich fort reißt. Der Wolkenbruch hinterlässt die 15 m breite und 360 m lange Schlucht „Bækslugten“, die auch heute noch im Ort zu sehen ist.

1878 wird die Grünanlage Svanelunden in Hjørring als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gebaut.

1880 wird im kleinen Fischerdorf Lilleheden (Hirtshals) eine Schutzmole gebaut. Eigentlich wünschte man sich einen richtigen Hafen, doch auch die Schutzmole brachte die Fischerei vor Ort in Schwung.

 

 

1882 Vendsyssel erhält erstmals einen fest ansässigen Zahnarzt, Lønborg Friis. Seine Praxis befindet sich in der Jernbanegade in Hjørring.

1883 Die alte Färberei von P.D. Svendsen in der Strømgade in Hjørring wird um eine Spinnerei und eine Weberei erweitert, so dass eine richtige Textilfabrik, die spätere „Bechs Klædefabrik“, entsteht.

1883 wird die Brauerei Vendia A/S in Hjørring gegründet.

1884 wird die Telefongesellschaft „Hjørring Amts Telefonselskab“ gegründet.

1884 Kirstine Lund eröffnet ein Fotoatelier in der Jernbanegade in Hjørring, das schnell zum größten Fotounternehmen der Region avanciert.

1886 wird die Molkerei Alfaholm in Poulstrup gegründet, die erste Genossenschaftsmolkerei in Vendsyssel.

1889 erfolgt die Gründung des Historischen Museums Vendsyssel, an der auch der Zahnarzt Lønborg Friis als Initiator beteiligt ist.

1889 erstellt T. Kr. Kristensen eine Karte über Gastwirte, Wirtshausbetreiber, Bierzapfer, Fabrikanten und Schnapshändler in Hjørring. Laut Karte gibt es 31 Wirtshausbetreiber in der Stadt. Auf der Karte ist außerdem zu lesen: „Wenn sich ca. 50 Abonnenten melden, gedenke ich, ein bis zwei Mal monatlich Mitteilungen über die Abstinenzsache bezüglich der Verhältnisse in Vendsyssel herauszugeben.“

1890 Die Genossenschaftsschlachterei des Kreises Hjørring Amt wird gegründet und nimmt ein Jahr später den Betrieb auf. 1970, im Zuge der Fusion mit den Schlachtereien in Brønderslev und Sæby, ändert sie ihren Namen in Wenbo. 2005 schließt der Betrieb, der seit 1990 zum Danish Crown Konzern gehörte.

1890 zieht die Stenum Højskole, die erste Hochschule in Vendsyssel (1872), in den Bahnhofsort Vrå.

 

     

 

 

 

 

 

Die Straße Nørregade in Hjørring um 1900 

 

1893 wird die Baptistenkirche in Vrå eingeweiht. Die Baptistengemeinde ist u. a. ein Symbol für die zahlreichen Erweckungsbewegungen, die in Vendsyssel entstehen, und die Baptisten verfügen über mehrere Kirchen in der Region, darunter in Sindal, Vrå, Hjørring, Løkken und Sæsing.

1894 wird der Springbrunnen am Platz Springvandspladsen außer Betrieb gesetzt, und erst im Jahre 1935 sprudelt ein Springbrunnen wieder.

1895 verkauft der Küstenschiffhändler Conrad Christensen seinen Hof in Løkken an eine Aktiengesellschaft, die ihn in ein Badehotel umbaut, das heutige Løkken Badehotel am Marktplatz. Die Umwandlung des Hofes in ein Badehotel ist ein deutliches Anzeichen für das Ende einer Epoche, des Küstenschiffhandels.

1896 nimmt das erste Elektrizitätswerk Hjørrings seinen Betrieb auf.

1900 wird südwestlich von Hjørring ein neues großes Parkgelände angelegt, Sankt Knuds Kilde. Neun Jahre später werden an diesem Ort historische Gedenksteine aufgestellt.

1900 erfolgt die Eröffnung der ersten Bibliothek der Kommune, „Folkebogsamlingen for Hjørring og Omegn“, in der Museumsgade 3 in Hjørring. Sie wird 1921 als Zentralbibliothek anerkannt und zieht 1927 in neue Räumlichkeiten in der Brinck-Seidelinsgade um. 2008 wird die Bibliothek in das neue Einkaufszentrum Metropol umziehen.

1903 wird das Hjørring Gaswerk eingeweiht. Eine Straßenbeleuchtung mit Gaslaternen löst die bisherigen Petroleumlampen ab.

1903 wird bei Fuglsig ein Wasserwerk gebaut.

1903 Unter dem Namen „Skolen for Overgangsalderen“ nimmt die Halvorsminde Ungdomsskole in Hjørring ihren Betrieb auf – eine grundtvigsche Internatsschule. Die erste Klasse besteht aus drei Schülern und vier Lehrern.

 

 

 

1905 richtet der Oberlehrer Muhle in Hjørring eine Fachschule für Pädagogik ein, die im Gebäude der Realschule in der Museumsgade untergebracht ist und bis 1917 existiert.

1906 „Kosmorama“, das erste feste Lichtspieltheater, wird am Marktplatz eingeweiht.

1906 Gründung der Pflanzgesellschaft „Plantningsselskabet A/S Tolne Skov“ mit dem Ziel, den Wald, der früher in der Gegend existierte, wiederaufzuforsten. In den folgenden Jahren wird der Wald als beliebtes Ausflugsziel bekannt. So werden u. a. Schulausflüge aus ganz Vendsyssel dorthin organisiert, wobei die Schüler mit Sonderzügen am Bahnhof Tolne ankommen.

1907 wird das Altersheim in der Fynsgade eröffnet.

1907 wird die existierende Realskole in Hjørring zum Gymnasium erweitert. Die Stadt hatte früher fast 200 Jahre lang, von 1549 bis 1739, eine Lateinschule.

1908 Das Küstenschiff „Hensigten“ aus Løkken wird zum letzten Mal an Land gezogen und am Strand abgewrackt. Der Küstenschiffhandel in Løkken ist damit endgültig vorbei.

1912 wird der Schlachthof „Det Offentlige Slagtehus“ in Hjørring gebaut. 1978 wird er geschlossen, und das Gelände ist seit 2001 Teil des neuen Viertels „Kvægtorvet“.

1913 wird die Hørby-Bahn eingeweiht. Der Zug benötigt für die Strecke von Hjørring nach Hørby 1 Stunde und 25 Minuten. Im gleichen Jahr werden der Westbahnhof (Vestbanegården) in Hjørring und die Eisenbahnstrecke von Hjørring nach Løkken-Åbybro eröffnet. 1925 kommt die Hirtshals-Bahn hinzu.

1914 wird die mittelalterliche Kirche bei Nr. Lyngby abgebaut und etwas weiter in Landesinneren wiederaufgebaut. Nur das Glockengehäuse steht noch an seinem ursprünglichen Platz. Ein Großteil des Friedhofs ist mittlerweile ins Meer gestürzt, und jedes Jahr arbeitet sich die Nordsee gut einen Meter ins Landesinnere vor.

     

 

 

Abbildung aus der Zeitung Illustreret Tidende (1862) vom „Dampfelefanten“, wie dieser Dampfwagen im Volksmund hieß, der auf Betreiben des Kaufmanns E.C.C. Christiansen aus Frederikshavn in Großbritannien gekauft wurde. Es zeigte sich jedoch sehr schnell, dass das 12 t schwere Ungetüm für die weichen Wege zwischen Frederikshavn und Hjørring ungeeignet war, und nach einigen mühsamen Fahrversuchen wurde der Dampfelefant wieder nach England zurückgeschickt.

 

1918 werden die letzten beiden der einst zahlreichen Schnapsbrennereien – die Brennerei von Thomas P. Olesen in der Nørregade und die von A.R. Segelcke am Springvandspladsen/Jernbanegade – von „De Danske Spritfabrikker“ in Ålborg übernommen. Auch das Warenzeichen „Gammel Dansk Snaps“ wird übertragen.

1922 wird die Keksfabrik Oxford in Hjørring, später Bisca, in Betrieb genommen. Sie entwickelt sich bald zu einer weltweit bekannten Firma.

1922 erarbeiten die Architekten Knud H. Christiansen und Steen Eiler Rasmussen einen ambitionierten Flächennutzungsplan für die wachsende Bebauung bei Hirtshals. Es stellt sich jedoch schnell heraus, dass der ideale Stadtplan die Entwicklung nicht steuern kann – die Menschen siedeln sich in großem Umfang außerhalb der geplanten Gebiete an: Vorläufige, nicht geplante Straßen werden zu dauerhaften Verkehrswegen, Plätze werden verlegt usw. „Die bestgeplante Stadt im Königreich“ misslingt von Anfang an, und mit einem Flächennutzungsplan nach dem anderen versucht man seitdem, Abhilfe zu schaffen.

1924 ist in Hjørring erstmals elektrische Straßenbeleuchtung zu sehen. Die ersten Straßen sind der Marktplatz, die Stokbrogade und die Strømgade.

1924 wird das Unternehmen „Mælkekondenseringsfabrikken“ (später Nestlé) in den Gebäuden des fünf Jahre alten Glukosewerks am Park St. Knuds Kilde gegründet.

1927-1928 Auf einem ca. 60 ha großen Dünengelände südlich des Steilhangs Rubjerg Knude wird das Gehölz Rubjerg Knude Klitplantage angelegt. Die Arbeiten erfolgen im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme.

1929 findet die Gründungsversammlung der Genossenschaftsschlachterei „Vrå Andelsslagteri“ statt, die 1931 den Betrieb aufnimmt.

1930 wird der Hafen von Hirtshals eingeweiht, dessen Bau 11,5 Mio. dänische Kronen gekostet hat.

 

 

1935 enthüllt Bürgermeister Otto Heerfordt einen neuen Springbrunnen am Platz Springvandspladsen, ein Geschenk eines „alten Hjørringers“. Dieser Springbrunnen steht seit 1992 auf dem Marktplatz.

1939 wird das Militärarsenal „Jydske Arsenal“ im Arsenalvej in Hjørring eingeweiht.

1940 In der Nacht auf den 10. April werden u. a. Hirtshals und Hjørring von der deutschen Wehrmacht besetzt.

1941 richten die Deutschen die Position eines Hafenkapitäns in Hirtshals ein und beginnen mit dem Bau zweier Küstenbatterien rund um die Stadt, der sogenannten 9. & 10. Batterie. Die 10. Batterie bildet heute gemeinsam mit den Stellungen des Hafenkapitäns das Bunkermuseum.

1942 fahren die Privatbahnen erstmals den Bahnhof der staatlichen Eisenbahnen an, und der Bahnhof Hjørring Vestbanegård wird stillgelegt. Die neue Trassenführung ist nach dem Bau einer neuen Brücke über die Straße Svanelundsvej möglich. Dabei handelt es sich um eine der zahlreichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, mit denen vermieden werden sollte, dass arbeitslose Hjørringer Bürger zum Arbeiten nach Deutschland geschickt wurden.

1944 wird in Hjørring die Bispensgade-Brücke über die Eisenbahn eingeweiht, wobei es sich ebenfalls um eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme handelt.

1943 wird die neu erbaute Freilichtbühne – ebenfalls eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme – am Park Sankt Knuds Kilde in Betrieb genommen.

1945 Das Gebäude der Zeitung Vendsyssel Tidende in der Østergade und die Konditorei Willy am Springvandspladsen werden von Anti-Widerständlern zerstört.

1945 150 schwedische Waldhütten werden in Skallerup Klit aufgestellt. Sie sollen einigen der 200.000 deutschen Flüchtlinge, die kurz vor Kriegsende nach Dänemark kommen, Unterkunft bieten. Das Lager ist bis 1947 in Betrieb und wird anschließend in das Feriendorf Skallerup Klit umgebaut.

     

 

 

 

 

Schülerinnen der Vrå Højskole, ca. 1915.

 

1948 geht das hölzerne Stadiongebäude bei Femhøje in Hjørring in Flammen auf. Anschließend wird ein neues Stadion erbaut, für das man bereits 1944 einen Plan entwarf.

1950 Die erste kommunale Kindertagesstätte in Hjørring, der Kindergarten „Folkebørnehaven“, eröffnet in der Dronningensgade. Er ersetzt die privat betriebene Institution „Hjørring Børneasyl“, die 1863 vom städtischen Wohltätigkeitsverein gegründet wurde.

1954 wird das Stadtfest „Vendsyssel river sig løs“ im großen Stil gefeiert.

1956 nimmt die Fabrik „Limtræ Lilleheden“ die Produktion von Leimholzbögen auf. Später, in den 1970er Jahren, gehört das Werk zu den Unternehmen, die Regionalentwicklungsgelder zur Erweiterung der Produktionskapazität erhalten.

1957 Das Hotel du Nord in Hjørring brennt ab, der Theatersaal aus dem Jahre 1907 bleibt jedoch verschont.

1957 Die Pädagogische Hochschule „Hjørring Seminarium“ nimmt ihre Tätigkeit auf.

1959 werden die neuen Gebäude des Hjørring Gymnasiums im Skolevangen eingeweiht.

1962 wird das Hjørring Kunstmuseum – heute Vendsyssel Kunstmuseum – eröffnet.

1964 beginnt man mit dem Bau eines Fernwärmenetzes in Hjørring.

1964 wird die heimatkundliche Sammlung (Lokalhistorisk Samling), heute Historisches Archiv in Hjørring, gegründet.

 

 

1964 wird eine Filiale der Lebensmittelkette Føtex in der Østergade 52 in Hjørring eröffnet. In den folgenden Jahren verändert sich die Struktur des Einzelhandels vollständig. In den 50er Jahren gab es rund 70-80 Kaufmannsläden in Hjørring, Ende der 80er Jahre waren es weniger als 20.

1964 geht die erste Verkehrsampel in Hjørring an der Kreuzung Bispensgade/Østergade in Betrieb.

1964 wird die erste NORD-BO-Ausstellung im Folkepark, der um 1950 neben der Grünanlage Svanelunden angelegt wurde, eingerichtet. Im Laufe des Sommers besuchen 100.000 Gäste die verschiedenen Ausstellungen.

1965 eröffnet der erste Nachtclub Hjørrings, die „Aladdin Bar“.

1966 Im Rahmen eines Stadtfestes in Hjørring werden die neuen großen Parkplätze am St. Olai Plads ihrer Bestimmung übergeben. Sie entstanden nach dem Abriss des alten Viertels Fiskerbakken & Bassingade. Mit zunehmender Motorisierung ist in einem betriebsamen Ort wie Hjørring auch mehr Parkraum erforderlich. Im selben Jahr wird die Strømgade verbreitert, um dem zunehmenden Verkehr durch die Stadt gerecht zu werden.

1966 Durch eine freiwillige Fusion der alten Landgemeinden Astrup, Ugilt, Lendum, Tolne, Mosbjerg, Hørmested und Sindal entsteht die neue Sindal Kommune.

1968 erlischt das Leuchtfeuer des Leuchtturms Rubjerg Knude Fyr zum letzten Mal – Gründe sind das starke Sandtreiben und die technische Entwicklung der maritimen Navigationsausrüstung.

     

 

 

 

 

 

Rubjerg Knude Fyr, 1901.

 

1968 Die Puppenkleiderfabrik Algrema in Em mietet Räume im alten Lebensmittelladen in der Nygade in Vrå, um Platz für die Produktion zu schaffen. Dank des großen Erfolges der Wickelpuppen ist die Firma gezwungen, weitere Räumlichkeiten zu mieten. Im Jahr darauf fusioniert die Fabrik mit der Firma Tekno A/S und baut ein neues Werk in Hjørring, nach Förderung durch den Regionalentwicklungsrat.

1968 Das alte Hotel Skandinavien und die Brüels Maskinfabrik in Hjørring werden abgerissen und durch das „Codanhus“ ersetzt, einen modernen Neubau, der drei Jahre später in Betrieb genommen wird und u. a. die Verwaltung der neuen Großkommune und die Hjørring Bibliothek beherbergt.

1969 siedelt sich die britische Konfektionsfabrik Lee Cooper in Hjørring an.

1970 kommt es zu einer Reform der dänischen Kommunalverwaltung, bei der die Anzahl der Kommunen von ca. 1.000 auf 275 reduziert wird. Im westlichen Vendsyssel werden die Großkommunen Hirtshals, Løkken-Vrå und Hjørring gebildet. Die Großkommune Sindal besteht bereits seit 1966. In Hirtshals, Løkken-Vrå und Sindal werden neue Rathäuser gebaut.

1970 wird der Kreis Hjørring aufgelöst und die Verwaltung nach Aalborg verlegt, dem Sitz des neuen Kreises Nordjütland (Nordjyllands Amt).

1971 Nach langjähriger hitziger Debatte wird das Materialkommando des Heeres von Kopenhagen nach Hjørring verlegt. Im Zuge dieser Verlegung boomt der Wohnungsbau.

1973 wird die erste Hjørring-Revue aufgeführt.

1974 lässt sich die Firma Eskofot in Hjørring nieder und entwickelt sich schnell zu einem Großunternehmen mit weltweiter Exporttätigkeit.

1976 wird der Flugplatz Sindal eröffnet. Er wird gemeinsam von den damaligen Kommunen Sindal, Hjørring, Hirtshals und Frederikshavn gebaut und betrieben.

 

 

1979 wird das Nordseezentrum, „Nordsøcentret“, in Hirtshals gegründet. Es ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von u. a. Wirtschaftskammer, Fischereiverband, Stadtrat und Bürgerverein in Hirtshals und umfasst mehrere Forschungseinrichtungen und Organisationen in den Bereichen Fischerei und Aquakultur. Auch das Nordseemuseum, das 1984 eröffnet wird, befindet sich hier.

1982 findet erstmals der „Dana Cup“ in Hjørring statt, veranstaltet vom Damenfußballverein „Fortuna“.

1989 wird der Platz „Nørkjærs Plads“ in Hjørring eingeweiht. Bjørn Nørgaard hat ihn gestaltet, inspiriert von Motiven u. a. aus der nordischen Mythologie.

1992 öffnet das Kaufhaus A-Z in Hjørring seine Pforten – es ist das bisher größte Kaufhaus in Vendsyssel.

1992 Das Kunstgebäude „Kunstbygningen i Vrå – Engelundsamlingen“, ein Anbau der Hochschule Vrå Højskole, wird eingeweiht.

1993 Der Springbrunnen „De fem Hermer“ (Die fünf Hermen), ein Werk des Künstlers Niels Helledie, wird auf dem Platz Nørre Torv in Sindal eingeweiht, der Stadt der über 100 Springbrunnen.

1993 Am Platz „Den Grønne Plads“ in Hirtshals werden eine Treppe und ein Monument gebaut. Die Treppe bildet den direkten Zugang für Einheimische und Touristen zum älteren Teil des Hafens. Es ist ein Werk von Dorte Dahlin und Mogens Møller.

1998 Die Tageszeitungen „Vendsyssel Tidende“ und „Aalborg Stiftstidende“ werden zusammengelegt und erscheinen ab 1999 unter dem Namen „Nordjyske Stiftstidende“.

2000 schließt das Kino in der Søndergade in Hjørring. Das Gebäude wird abgerissen und ein neues an seiner Stelle erbaut. Hier eröffnet ein Jahr später die Bekleidungskette Hennes & Mauritz eine Filiale, und die Stadt erhält dadurch ihre erste Rolltreppe. Eine Zeitlang gibt es kein Kino mehr, bis 2001 ein neues großes Lichtspielhaus am neuen „Kvægtorv“ eingeweiht wird.

     

 

 

 

 

 

Der Hafen von Hirtshals ca.1958

 

2000 werden die Handelsschule und die Technische Schule in Hjørring, die beide über 100 Jahre alt sind, sowie die Technische Schule in Frederikshavn zum Schulenzentrum „EUC Nord“ zusammengelegt.

2001 eröffnet das Kinderhaus „Naturli Viis’“ in Hjørring.

2002 stellt das Unternehmen Nestlé den größten Teil seiner Produktion in Hjørring ein und verlegt ihn in den Iran.

2002 Das neue Pflegeheim „Vellingshøjcenteret“ in Hjørring wird eingeweiht, womit es nun vier Pflegeeinrichtungen in der Stadt gibt.

2003 wird ein neues Kunstmuseum in Hjørring eingeweiht. Das bis dahin im ehemaligen Bibliotheksgebäude in der Brinck Seidelinsgade untergebrachte Museum zieht in die stillgelegte und frisch renovierte Bechs Klædefabrik am P. Nørkjærs Plads um.

2004 Der letzte Abschnitt des gesamten Autobahnausbaus in Vendsyssel, der 1990 beschlossen wurde, wird von Kronprinzessin Mary für den Verkehr freigegeben. Er führt von Bjergby bis nach Hirtshals. Die ersten Abschnitte von Jyske Ås nach Sæby und von Hjørring nach Bjergby wurden 1996 eröffnet.

2005 schließt die Keksfabrik KelsenBisca (Oxford), eines der ältesten und größten Unternehmen in Hjørring. Die gesamte Produktion wird nach Stege verlegt.

2005 Ein weiterer der großen, alten Arbeitgeber Hjørrings schließt – die Schlachterei Danish Crown. Im Jahr darauf werden die Gebäude abgerissen.

 

 

2005 wird im Zuge einer landesweiten Fusion der staatlichen und der kommunalen Steuerverwaltungen ein neues großen Finanzverwaltungszentrum in Hjørring errichtet. Es ist für ganz Vendsyssel zuständig.

2005 erfolgt die Einweihung der Auktionshalle ”Fisketerminal Hirtshals” mit modernen Einrichtungen für die Anlandung und den Absatz von Konsumfisch.

2006 In den ehemaligen Gebäuden des Katzenfutterherstellers Arovits in Vrå wird eine neue Schlachterei eingerichtet, Danish Meat Company.

2006 beginnt man mit dem Bau des großen Einkaufszentrums Metropolen in der Innenstadt von Hjørring. Das Zentrum, das u. a. Bibliothek, Finanzamt, Geschäfte und Büros umfassen soll, wird Anfang 2008 eröffnet werden.

2006 Am 31. Dezember werden die vier alten Kommunen Hjørring, Hirtshals, Sindal und Løkken-Vrå aufgelöst. Per 1.1.2007 werden sie zu einer neuen Hjørring Kommune zusammengelegt.

2007 Eine Reform der Gerichtsbezirke tritt in Kraft, womit Hjørring Sitz einer der 24 zukünftigen Gerichtsbezirke des Landes wird. Das Gericht in Hjørring ist damit für die Kommunen Frederikshavn, Læsø, Hjørring, Brønderslev und Jammerbugt zuständig.

2007 wird der Polizeibezirk Hjørring im Zuge einer Fusion der bisher fünf Polizeibezirke zu einem einzigen Bezirk, „Nordjyllands Politi“, aufgelöst. Hauptsitz des neuen Polizeibezirks ist Aalborg.

  

Wenn Sie mehr über die Geschichte unserer schönen Gegend wissen möchten, dann empfehlen wir Ihnen einen Besuch des Historischen Museums Vendsyssel.

Historisches Museum Vendsyssel
Das Historische Museum Vendsyssel, 1889 gegründet, ist das alte Regionalmuseum von Vendsyssel. Seit seiner Gründung beschäftigt sich das Museum sowohl mit Archäologie als auch mit der Geschichte neuerer Zeiten und hat im Laufe der Jahre umfassende Sammlungen in beiden Bereichen aufgebaut. Seit 1899 befindet sich das Museum in alten Schulgebäude in der Skolegyde, der heutigen Museumsgade. Durch den Kauf der alten Propstei der Stadt samt Garten im Jahre 1940 wurde die Ausstellungsfläche erheblich erweitert, und heute liegen alle Ausstellungsgebäude rund um einen Museumsgarten.

Die erste Molkereigenossenschaft in Vendsyssel wird 1886 in Poulstrup gegründet.  Die Aufnahme zeigt die Molkerei in Poulstrup, ca. 1920.

Seit 1974 wird das Museum in kommunaler Zusammenarbeit der ehemaligen Kommunen Hirtshals, Hjørring, Løkken-Vrå und Sindal (der heutigen Hørring Kommune) betrieben, weshalb in allen vier Kommunen Ausstellungen eingerichtet wurden. Das Museum verfügt heute also über verschiedene Abteilungen in der neuen Hjørring Kommune.

Hjørring
Das Museum in Hjørring, das Ausstellungen über Vendsyssel von der Steinzeit bis heute zeigt, liegt mitten im ältesten Teil der Stadt, im Viertel südlich der Kirche Sct. Catharina. Untergebracht ist es in der schönen alten Propstei der Stadt, in drei der ältesten Schulgebäude Hjørrings und in Teilen eines alten Pfarrhofs, der den Rahmen für einen Museumsgarten und einen schönen Kräutergarten mit alten Arzneipflanzen bildet.

Der Tolne Waldpavillon (Skovpavillon) wurde 1906 erbaut, im gleichen Jahr, in dem die Pflanzungsgesellschaft Tolne Skov A/S gegründet wurde. Der Pavillon gab den Rahmen für die alljährlichen Versammlungen anlässlich des dänischen Verfassungstages und jährliche Ausflüge ab. Heute wird der Pavillon von der Bürgervereinigung Tolne und Umgebung betrieben.

Bau der Hirtshalsbahn, die 1925 eingeweiht wurde.

Das Museum verfügt über Ausstellungen über die Vorzeit sowie Kirchen und Kirchenkunst des Mittelalters. In der Propstei befindet sich eine Ausstellung über Möbel und Kunsthandwerk von der Renaissance bis zum Wilhelminischen Zeitalter sowie über Spielzeug und Kleidung. Im zugehörigen Stall- und Scheunengebäude werden landwirtschaftliche Geräte und Werkzeug aus dem 19. Jh. gezeigt. Das älteste Schulhaus der Stadt von 1825 umfasst eine stadthistorische Ausstellung mit u. a. einem alten Kaufmannsladen, der im Sommer sowie zu besonderen Anlässen geöffnet ist. Hinzu kommen wechselnde Sonderausstellungen, vorzugsweise zu kulturhistorischen Themen.


Am Museumseingang in der Museumsgade 3 befindet sich neben der städtischen Touristeninformation auch ein Museumsladen, der u. a. Museumsschmuck und heimatgeschichtliche Bücher verkauft. Außerdem ist hier ein Café eingerichtet.

Mosbjerg
Die Museumsabteilung in Mosbjerg umfasst zwei Bauernhöfe in einem wunderschönen Naturgebiet. Auf dem Hof Højen präsentiert eine Informationsausstellung die Natur- und Kulturgeschichte der Gegend, und von hier aus führen zahlreiche markierte Pfade durch die verschiedenen Landschaftsformen, vorbei an prähistorischen Denkmälern und anderen Kulturspuren.

Mehr als 200.000 deutsche Flüchtlinge, hauptsächlich Frauen, Alte und Kinder, kamen gegen Kriegsende nach Dänemark. Mehrere Flüchtlingslager wurden eingerichtet, u.a. in Skallerup Klit. Das Bild stammt aus dem Jahr 1946.

Das Børglum Kloster war im Mittelalter Hauptsitz des Prämonstratenserordens im Norden.

Unweit von Højen liegt ein Häuslerstelle, die wie zu Beginn des 20. Jh. betrieben wird. Hier gibt es alte Haustierrassen, und während der Schulferien ist der Hof bewohnt. Auf dem Hof Bjørnager wird eine große Landwirtschaftsausstellung gezeigt mit Maschinen und Geräten aus dem Zeitraum 1900-1950 und umfassendem Bildmaterial, das eine Vorstellung vom Alltag auf dem Lande zu jener Zeit vermittelt.

Rubjerg
Die Museumsabteilung in Rubjerg befand sich früher im alten Leuchtturm auf Rubjerg Knude. 1980 richtete das Historische Museum Vendsyssel eine Ausstellung an diesem Ort ein, die in Text und Bildern über die Geschichte des Leuchtturms und den Einfluss des Sandtreibens auf Vendsyssel im Laufe der Zeiten informierte.

Gerade wegen des Sandtreibens war das Museum im Jahre 2002 jedoch gezwungen, den Leuchtturm zu verlassen und statt dessen den Hof Strandfogedgården südlich des Leuchtturms und unweit des alten Friedhofs von Rubjerg zu mieten. Hier befinden sich Ausstellungen über die Natur- und Kulturgeschichte des Küstengebiets im Aufbau. Der Strandfogedgården ist außerdem Ausgangspunkt für Ausflüge in das geschützte Gebiet rund um den Steilhang Rubjerg Knude.

Børglum Kloster
Neben der Abteilung in Rubjerg verfügt das Museum in der alten Løkken-Vrå Kommune auch über Zugang zu einem großen Ausstellungsraum im Kloster Børglum, wo viele Kutschen, Wagen, Schlitten und Kähne zu sehen sind.

Der Hafen von Hirtshals verfügt seit seiner Einweihung 1930 über eine Fischauktionshalle. Die neue Halle, der Fischterminal Hirtshals, wurde 2005 eingeweiht.

Hirtshals
Im Museum in Hirtshals erfährt man mehr über die frühe Fischerei von Hirtshals aus sowie über die Herstellung von aufgesetztem Schnaps. Ein Feldsteinhaus von 1880 wurde wie ein Fischerhaus aus der Zeit um 1912 eingerichtet. Im Bootshaus werden zwei der ältesten lokalen Bootstypen gezeigt.

Bunkermuseum
2005 wurde dem Museum der Betrieb und die Erhaltung des Bunkermuseums in Hirtshals übertragen. Das Bunkermuseum besteht aus 70 Bunkern, die über 3,5 km Laufgräben miteinander verbunden sind. Man sieht verschiedene Bunkertypen, z. B. Geschütz-, Munitions-, Mannschafts- und Sanitätsbunker, in denen Ausstellungen zu sehen sind, die den Besuchern ein präziseres Bild der Verhältnisse, unter denen die Soldaten im 2. Weltkrieg lebten, vermitteln.

Historisches Archiv
Das Historische Archiv wurde 1964 in Zusammenarbeit zwischen dem Historischen Museum Vendsyssel und der damaligen Zentralbibliothek des Kreises Hjørring gegründet, basiert jedoch auf älteren Sammlungen in den beiden Institutionen. Das Archiv, heute eine Abteilung des Historischen Museums Vendsyssel, verfügt über umfassende Sammlungen von Archivalien, Fotos, Karten, Zeichnungen, Zeitungen, Drucksachen, Filmen, Tonaufzeichnungen, Mikrofilmen u.v.a.m. Außerdem umfasst es zwei große Büchersammlungen über Vendsyssel sowie eine archäologische und historische Fachbibliothek.

Kommunalarchiv
Im März 2006 beschloss der Zusammenlegungsausschuss gemäß Archivgesetz §7, das Kommunalarchiv Hjørring als Teil des Historischen Archivs einzurichten. Das Archiv befindet sich im früheren Rathaus von Sindal, wo die erhaltungswürdigen Archivalien aus den früheren vier Kommunen zusammengefasst werden. Das Kommunalarchiv möchte über das Historische Archiv seine Sammlungen von Archivalien, Drucksachen, Bildern, Karten, Zeichnungen etc. vermitteln, zum Nutzen der kommunalen Behörden und Bürger.