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Etwa 15 Kilometer nordwestlich von Hjørring, direkt am Wasser, liegt die Hafenstadt Hirtshals mit knapp 4.000 Einwohnern. Die Fischerei ist der wichtigste Industriezweig der Stadt, die enge Verbindung mit dem Meer verleiht der Stadt einen besonderen Charakter. Die Launen des Meeres spiegeln sich im Stadtbild – ob an einem warmen Sommertag, an dem sich der Strand mit Badegästen füllt, oder an einem stürmischen Herbsttag, an dem die Fischkutter sicher vertäut im Hafen bleiben müssen. |
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Der Hafen von Hirtshals – ein natürlicher Knotenpunkt Die ersten Wünsche nach einem Hafen bei Hirtshals wurden bereits Anfang des 19. Jahrhunderts geäußert. Viele Jahre lang musste die Stadt jedoch mit einer einfachen Schutzmole vorlieb nehmen, denn von staatlicher Seite bestanden Bedenken, angesichts der schwierigen Wind- und Strömungsverhältnisse vor Hirtshals den Bau eines teuren Hafenbauprojektes in Angriff zu nehmen. Doch nach beharrlicher Lobbyarbeit begann man 1919 unter Leitung des Ingenieurs Jørgen Fibiger dennoch mit dem Bau eines modernen Fischerei- und Transporthafens, der 1929 fertig gestellt war.
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Heute ist der Hafen von Hirtshals ein aktiver, moderner Industriehafen in ständiger Entwicklung, um sich den Anforderungen des Transportgewerbes anzupassen. Dank seiner Lage ist der Hafen ein natürlicher Knotenpunkt für den Verkehr zu Destinationen im Nordatlantik, im Baltikum, in Mittel- und Südeuropa und auf der skandinavischen Halbinsel.
Bei der Entwicklung des Hirtshalser Hafens als Güterumschlaghafen konzentriert man sich vor allem auf Transitgüter in Form von Containern und Ro/Ro. Der Hafen bietet alle für einen sicheren und schnellen Güterumschlag zwischen Lkw, Bahn und Schiff erforderlichen technischen Einrichtungen. |
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Eine breit gefächerte Fischereiflotte Der Hafen von Hirtshals ist einer der größten und leistungsfähigsten Fischereihäfen in Dänemark. Einer der Gründe hierfür ist, dass man in Hirtshals vor allem auf die Fischerei nach Konsumfisch setzt – also Fisch, der auf dem Mittagstisch der Verbraucher landet. Die Fischereiflotte in Hirtshals besteht aus Fahrzeugen aller Art – von kleinen Jollen bis zu großen Trawlern. Daher bietet Hirtshals ein breit gefächertes Angebot an Fisch jeder Art in bester Qualität. Hier gibt es den fangfrischen Fisch, den Fisch in Eis und den bereits auf See fertig verarbeiteten Fisch. |
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Der angelandete Speisefisch wird entweder auf der Fischauktion im neuen und hochmodernen „FiskeTerminal Hirtshals“ versteigert oder direkt an die Verarbeitungsindustrie geliefert.
Fähren rund um die Uhr Doch Hirtshals ist mehr und anderes als Fisch. Mit einer durchgehenden Autobahn bis nach Südeuropa ist der Ort auch Knotenpunkt für den Touristenstrom, der sich alljährlich vom europäischen Festland nach Norwegen und umgekehrt bewegt. |
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Rund um die Uhr verkehren die großen Fähren zwischen Hirtshals und Kristiansand, Larvik, Stavanger, Bergen und Langesund in Norwegen. Das schafft Dynamik und günstige Bedingungen für Handel und Gewerbe in Hirtshals. Hirtshals ist ein beliebtes Einkaufsziel für Gäste aus Norwegen, die sich über eine kurze Überfahrtszeit (21⁄2 Stunden mit der Expressfähre von Kristiansand) und das vielfältige Angebot an Geschäften in der Stadt freuen können.
Auf beiden Seiten der Stadt geben die Dünengehölze in Tornby und Kjul den reizvollen Rahmen für Ferienhausgebiete ab, die ebenfalls viele Feriengäste anziehen. |
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Der Hafen, in dem ständiges Leben und Treiben herrscht, und ein Geschäftsleben, das das ganze Jahr über blüht, geben den Gästen der Stadt nicht das Gefühl, sich in einer Touristenkulisse zu bewegen, sondern in einer Stadt, die das ganze Jahr über lebt und atmet. Und das wissen mehr und mehr Besucher zu schätzen.
Drei jährliche Festivals Zwar gehört Hirtshals nicht zu den größten Städten, doch hindert das die Stadt nicht daran, zur Freude von Einheimischen und Feriengästen drei Festivals im Jahr abzuhalten. |
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Im Juni fällt der Startschuss zum Skagerrak Skulptur-Festival. Hier stellen Künstler aus dem In- und Ausland überall in der Stadt interessante Skulpturen aus. Die Skulpturen bleiben drei Monate lang stehen, und während dieser Zeit können die Betrachter abstimmen, welche Skulptur ihnen am besten gefällt.
Das Fischfestival Anfang August ist das große kulinarische Kulturereignis. An vielen Verkaufs- und Imbissständen in der Fußgängerzone kann man interessante Fischgerichte aus mehreren Ländern probieren. Im großen Zelt – „Skibet“ – findet ein Wettbewerb im Schollenabziehen statt, außerdem wird das „Fischgericht des Jahres“ gekürt; ein Wettstreit, den die Restaurants der Stadt unter sich austragen. Den ganzen Tag über herrscht reges Leben und Treiben in der Stadt, und das Fischfestival schließt mit einem Riesen-Festfeuerwerk.
Am selben Tag wie das Fischfestival findet ein weiteres Festival statt, das vor allem Kinder und kindliche Gemüter anspricht: das Drachenfestival auf dem Leret – dem Gebiet unterhalb des Hirtshalser Leuchtturms. Um Drachen steigen zu lassen, braucht man bekanntlich zweierlei: Drachen und Wind. Die Drachen – große und kleine, gekaufte und selbst gebaute, alles ist erlaubt – bringt das Publikum mit, und um den Wind braucht man sich in Hirtshals normalerweise keine Gedanken zu machen! Es ist ein festlicher Anblick, wenn die vielen farbenprächtigen Drachen am Himmel über dem blauen Meer schaukeln.
Das Nordseemuseum – Nordeuropas größtes Aquarium Das Nordseemuseum in Hirtshals gehört zu den größten Attraktionen in Dänemark. Es wurde 1984 eröffnet und zeigt in zahlreichen Aquarien und Ausstellungen die Fauna und Flora der Nordsee. 1998 wurde das Oceanarium eröffnet, ein gigantisches Aquarium mit einem Volumen von 4,5 Millionen Litern Salzwasser und großen Fischschwärmen. Dieses Ereignis fand ein großes Echo und machte das Museum endgültig zur Attraktion und zum größten Aquarium Europas. Die Besucherzahl verdoppelte sich und liegt heute stabil bei etwa 270.000 Gästen jährlich.
Am 16. Dezember 2003 brach eine Katastrophe über das Nordseemuseum herein, die das Museum unfreiwillig in die Schlagzeilen brachte. Ein verheerender Großbrand zerstörte das Gebäude, in dem das Oceanarium untergebracht war, und fast alle Fische des Aquariums gingen zugrunde – darunter der seltene und berühmte Mondfisch, drei Jahre lang die ganz große Zugnummer des Museums. Doch begann man sofort mit dem Wiederaufbau, und als das Oceanarium 11⁄2 Jahre nach dem Brand den Besuchern wieder einen einzigartigen Blick in die spannende Welt unter der Oberfläche der Nordsee bieten konnte, war das ein Freuden- und Festtag. Das Nordseemuseum ist ein Teil des Nordseezentrums, das mehrere Forschungseinrichtungen beherbergt, die sich mit Fisch und Fischerei beschäftigen. Das Museum spielt daher eine wichtige Rolle bei der Vermittlung der Erkenntnisse und Forschungsergebnisse des Nordseezentrums. |
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